Ab dem 20.4. sitzt erneut eine Unterstützerin der sogenannten Boehringerprozesse im Ordnungshaft, weil sie bei einem Prozess am 13.2.2012 sich geweigert hatte, bei der Urteilsverkündung vor dem Richter aufzustehen.
Bei einem Prozess am 13.2.2012 gegen eine Boehringerbesetzerin weigerte sich eine Aktivistin, die die Angeklagte unterstützte, zur Urteilsverkündung aufzustehen. (mehr…)
Antimilitaristin und Knastgegnerin nach 5 Wochen aus JVA entlassen
Am 18.April gegen 14 Uhr wurde Hanna Poddig nach 35 Tagen aus der JVA Preungesheim entlassen. Sie blockierte im Februar 2008 einen Transport von Kriegsmaterial für die Nato-Response-Force, die weiterhin weltweit im Einsatz ist, und wurde dafür zu einer Strafe von 90 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt. „Meine Verurteilung zeigt deutlich, dass die Gerichte die kriegerischen Handlungen der Bundeswehr und damit der BRD schützen. Um deutlich zu machen, dass der Staat auf unliebsamen Widerstand mit Repression antwortet, habe ich mich dazu entschlossen, mindestens einen Teil der Strafe im Gefängnis abzusitzen.“ erklärte Hanna, bevor sie ins Gefängnis ging.
Jetzt resümiert Hanna „Von einer Welt wie wir sie uns wünschen trennt uns noch viel mehr. Solange wenige Privilegierte über den größten Teil des Reichtums der Erde verfügen, während es den allermeißten dreckig geht, gilt es zu kämpfen. Solange Lebensräume für Profitträume zerstört werden, werden wir uns wehren. (mehr…)
Ungewöhnliche Szenen vor dem Gefängnis
Am frühen Nachmittag des 15.März 2012 verabschiedeten Freund_innen und Sympathisant_innen Hanna Poddig, die ab dem heutigen Donnerstag eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzt, mit Transparenten, Kreidesprüchen und Sprechchören. Die Antimilitaristin wurde für die Blockade eines Bundeswehrtransportzuges zu einer Strafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Die damals 22-jährige kettete sich im Februar 2008 an die Gleise und brachte den Zug zum Stehen.
„Es ist reine Propaganda, bei Einsätzen schwer bewaffneter Militärs von humanitären Einsätzen zu reden. Es geht dabei schlicht um den Ausbau von wirtschaftlichen Einflussgebieten“, erklärt sie. „Mir reicht es nicht, Schilder hochzuhalten. Angesichts des alltäglichen Kriegszustands und der stetigen Meldungen über weitere Todesopfer durch die Auslandseinsätze finde ich es naheliegend, auch in Zukunft Sand im Getriebe zu sein und mich dem Normalzustand in den Weg zu stellen.“
(mehr…)
Im Februar 2008 blockierten Aktivist_innen einen Transportzug der Bundeswehr. Die angekettete Aktivistin wurde in langwierigen Prozessen zu 90 Tagessätzen zu je 15 Euro Geldstrafe verurteilt, eine Verfassungsbeschwerde wegen der Verletzung ihres Grundrechts auf Versammlungsfreiheit wurde vom Verfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen. Da die Aktivistin sich dagegen entschieden hat, die Strafe zu bezahlen, steht ihr nun Haft bevor.
Am 15.3.2012 wird Hanna ab 12.30 Uhr vor der JVA Frankfurt III, Obere Kreuzäckerstrasse 4, Frankfurt Preungesheim, von solidarischen Unterstützer_innen verabschiedet und tritt dann dort ihre Haft an.
(mehr…)
Der Lüneburger Anti-Atom-Aktivist Karsten Hilsen hat gestern eine neue Einladung in den Knast erhalten. Diesmal geht es um zehn Tage Haft aufgrund einer Geldstrafe in Folge eines Castorprotestes. (mehr…)
Karsten wurde Verhandlung am Montag, den 09.01.2012 durch die Polizei verhaftet und für 7 Tage in „Erzwingungshaft“ genommen. Hintergrund ist ein Bußgeld wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit (er arbeitete früher als LKW-Fahrer), das er nicht zahlen kann.
Er sitzt voraussichtlich bis kommenden Montag in der JVA Lüneburg. Briefe an ihn sind erwünscht.
Die Adresse von Karsten bis zum 16.01.2012 lautet wie folgt:
Karsten Hilsen
Justizvollzugsanstalt Uelzen
Abteilung Lüneburg
Am Markt 7c
21335 Lüneburg
Karsten wurde auf Grund eines Strafbefehls zur Vollstreckung der Erzwingungshaft nach der Verhandlung vor dem Landgericht (Keksprozess gegen Karsten wegen Containtern) festgenommen. (mehr…)
Am Mittwoch, den 21. Dezember 2011 wurde die Anti-Atom-Aktivistin
Franziska nach 69 Tagen aus der Haft entlassen. Wegen Beteiligung an
einer 12-stündigen Gleisblockade, bei der sie und zwei weitere Personen
sich beim Castortransport im November 2008 in einem Betonblock unterhalb
der Schienen nahe der französischen Grenze festkettet hatten, war sie in
der JVA Frankfurt III inhaftiert.
(mehr…)
Franziska wurde am Mittwoch, den 21.12, aus dem Knast entlassen und von mehreren Freund_Innen abgeholt. Ihre geht es soweit gut.
Das ist schonmal ganz gut, aber noch lange kein Grund jetzt die Füße hoch zulegen, denn es sind immer noch tausende von Menschen eingesperrt, Atomkraft, Polizei, Staaten und vieles mehr, was agbeschafft gehört, existieren leider immer noch. Der Kampf ist noch lange nicht vorbei.
Vielen Dank für eure Unterstützung.

(mehr…)
Die seit Oktober in der JVA Frankfurt III inhaftierte Anti-Atom-Aktivistin Franziska Wittig wird morgen, am 21. Dezember, gegen 8.30 Uhr ,entlassen werden. Sie hatte im November 2008 gemeinsam mit weiteren Aktivist_innen einen Castortransport auf dem Weg ins wendländische Gorleben mit einer Ankettaktion an einen Betonblock aufgehalten.
Franziska hat sich entschieden, die Strafe von 80 Tagessätzen nicht zu bezahlen. Während ihrer Haft hat sie in zahlreichen Briefen berichtet, wie der Alltag in der JVA aussieht. „Dieses System soll Menschen brechen und normieren. Strafen, insbesondere Haftstrafen, zerstören Existenzen und stehen einem konstruktiven Umgang mit Konflikten im Weg. Knäste sind keine Lösungsoption, denn gesellschaftliche Konflikte lassen sich nicht wegsperren.“ so Franziska.
Mit dem Ende von Franziskas Haft am morgigen Mittwoch ist die juristische Auseinandersetzung bzgl. dieser Castor-Blockade jedoch noch nicht beendet, denn es laufen noch immer Ordnungswidrigkeitenverfahren vor dem Amtsgericht Potsdam gegen die damaligen Unterstützer_innen.
Franziska wird morgen früh von Freund_innen von der JVA in Preungesheim abgeholt werden.