Archiv für Oktober 2011

Protestfax für Franziska

Die in Frankfurt inhaftierte Anti-Atom-Aktivistin Franziska soll ab der zweiten Novemberwoche nach Berlin verlegt werden. Anlass ist ein Prozess wegen einer Aktion gegen Gentechnik.
Termine sind 29.November, 8.Dezember, 13.Dezember, 15.Dezember, und 22.Dezember am Amtsgericht Berlin Tiergarten. Diese „Verschubung“ nach Berlin kann mehrere Wochen dauern und in dieser Zeit könnte sie weder Besuch noch Briefe bekommen. Außerdem wird sie in Berlin deutlich härteren Haftbedingungen ausgesetzt sein. Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Prozess wegen einer absoluten Kleinigkeit handelt haben wir beschlossen, die Richterin am Berliner Amtsgericht aufzufordern, den Prozess einzustellen oder mindestens auf Januar zu verschieben, wenn Franziska wieder draußen ist. Wer es deutlicher formulieren will, kann das gerne tun.
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Termine Gentechnikprozess

Franziska hat ihre Termine für den Gentechnikprozess in Berlin bekommen:
29.November, 8.Dezember, 13.Dezember, 15.Dezember, und 22.Dezember.
Sie rechnet weiterhin mit einer Verschiebung nach Berlin mitte November.
Bisher bekommt sie all ihre Post ungeöffnet ausgehändigt, es ist aber unklar, wie es in Berlin seind wird.

Post II

von Franziska geschrieben am 25.10.2011
“ Da ich einen Knochenbruch am Handgelenk habe, gab es gestern diesbezüglich eine Kontrolluntersuchung. Unter Bewachung von Justizwachtmeiste_Innen wurde ich zu einem Krankenhaus gefahren. Meine Zeitung durfte ich nicht mitnehmen. Der Justizwachtmeister begründet, alles was ich dann zu lesen dabei hätte, müsse hinterher vernichtet werden. Wie absurd! Ich bin im offenen Vollzug, erhalte meine Post derzeit ungeöffnet, kann allenmöglichen Lesestoff bekommen. Auch in der „freien“ Gesellschaft“ außerhalb des Knastes zeigt sich immer wieder, das Regeln nicht unbedingt einen Sinn haben müssen, aber die hier drin tritt so etwas regelmäßig und in noch absurderen Formen auf – und: mensch ist dieser Willkür viel mehr ausgeliefert als „draußen“.
Im Krankenhaus wurde festgestellt, der Knochen sei zwar leicht verschoben (was er vor einigen Wochen noch nicht war), aber Gips würde jetzt dennoch entfernt und auch nicht durch eine Schiene ersetzt. Mein Protest half nichts. Auch meine Bitte Kopien der Röntgenbilder und eventueller Berichte wurde „vorerst“ abgelehnt mit der Begründung, bezahlen würde schließlich das Land Hessen und nicht ich.“

Post von Franziska

Ein Bild von Franziska vom 22.10.2011 „Ich hol‘ euch da raus!“

Von Franziska geschrieben am 20.10.2011

“ Heute wäre mein Prozess in Berlin eigentlich gewesen, wäre er nicht abgesagt worden, weil es nicht mehr geklappt hätte mich zu verschieben und weil dem Gericht hinzuzuziehende Akten noch nicht vorliegen. So sitze ich also nach wie vor in Frankfurt in einer Zelle ohne Gitter und komme nicht dazu mich zu langweilen. Die JVA hier erscheint mir deutlich weniger „gesellig“ als die geschlossene Anstalt in Bühl und mit ihrem Plastikgeschirr, den strengen Regularien und der Postkontrolle. Es gibt hier keine gemeinsamen Bastelstunden, keinen gemeinsamen Hofgang etc. Auch die Duschen sind frei zugänglich und in der Schlange bei der Essensausgabe (täglich um 11.45 Uhr) stehen die meisten auch mit mürrischen Gesichtern. (mehr…)

Solidaritätserklärung

Oldenburg, 20.10.2011

Auf der gestrigen Sitzung des Kreisvorstands der Linkspartei Wilhelmshaven
wurde folgende Solidariätsadresse einstimmig verabschiedet:

Der Kreisvorstand der Linkspartei in Wilhelmshaven solidarisiert sich mit Franziska Wittig,die zur Zeit 80 Tage in Haft im Gefängnis in Frankfurt sitzt. Sie hatte wegen der Teilnahme an einer Blockade des Castors in Wörth
ein Bußgeld bekommen. Da sie diesem Staat kein Geld zukommen lassen möchte, sitzt sie ihre Bestrafung im Gefängnis ab. Wir wünschen ihr viel Kraft und Erfolg bei all ihren Kämpfen! Für alle anderen Anti-Akw-Gegner/innen gilt es, sich an den anstehenden Castorprotesten Ende November in Gorleben zu beteiligen!

Nachricht von Franziska 14.10.

Die erste „mir gehts gut“ Karte von Franziska ist eingetroffen (geschrieben 14.10. angekommen 21.10.). An dem Tag an dem sie die Postkarte schrieb war sie noch in der Übergangszelle, sollte aber am Montag darauf in ihre „richtige“ Zelle kommen. Veganes essen scheint grundsätzlich kein Problem zu sein und auch einige ihrer Sachen durfte sie schon mit auf die Durchgangszelle nehmen. Es geht ihr „den Umständen nach gut“

Gentechnikprozess gegen Franziska wurde vertagt

Der Gentechnikprozess gegen Franziska am 20.10 fällt aus, weil das Gericht noch Akten hinzuziehen will. Ausserdem fände eine Verschubung im Regelfall eine Woche vor dem Prozess statt und da saß Franziska noch nicht in der JVA, die zum Haftantritt auch noch nicht vom bevorstehenden Prozess informiert war und sich dementsprechend nicht darum kümmern konnte.

Die Richterin hat nun neue Termine für den Gentechnikprozess anberaumt. Die Termine in Berlin werden Ende November beginnen, es ist also für Mitte November mit der Verschubung nach Berlin zu rechnen.

Weitere Infos über den Gentechnikprozess gegen Franziska findet ihr hier

Verabschiedung von Franziska

Am Freitag, 14.10.2011 um 15.00 Uhr trat die Aktivistin Franziska eine 2,5-monatige Haft in der JVA Frankfurt III an. Sie hatte sich im November 2008 gemeinsam mit anderen an einem Betonblock unter den Gleisen angekettet und damit die Weiterfahrt des Castortransportes aus Frankreich ins Wendland um 12 Stunden verzögert. Heute wurde sie von einem bunten Anti-Atom-Demonstrationszug mit Jonglage und Seifenblasen zur JVA begleitet und dort verabschiedet.

Franziska
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Franziska verabschieden

Wenn Franziska am Freitag in den Knast geht, sind alle Menschen eingeladen sich am 14.10 um 14:00 Uhr vor dem Frankfurter Frauenknast – der JVA Frankfurt III (Obere Kreuzäckerstr. 4, Frankfurt-Preungesheim) von ihr zu verabschieden. Kommt in Sträflingskleidung, oder wie ihr gerade seid. Bringt Anti-Atom-Fahnen und Handschellen mit – oder was euch sonst noch einfällt.

Soliflyer für Franziskas Haft

Zu Franziskas Haft ab dem 14. Oktober gibt es einen Soliflyer. Eine Kopiervorlage kann hier heruntergeladen werden: Kopiervorlage

Ihr könnt die Inhaftierte unterstützen, indem ihr den Flyer in euren Zusammenhängen verteilt!