Archiv für September 2012

Erasmus nach 23 Tagen wieder frei

Gestern wurde Erasmus nach 23 Tagen aus der JVA Plötzensee freigekauft. Auf der Website von Gendreck-weg findet sich dazu folgende Pressemitteilung:

    Nach 23 Tagen frei
    Gentechnikgegner übt scharfe Kritik am Gefängnissystem

    „Gefängnis ist nicht Resozialisierung, sondern Rache am Gefangenen“, so fasst E. Müller seine Erfahrungen nach 23 Tagen Haft zusammen. Der Gentechnikgegner wurde heute aus der Berliner JVA Plötzensee entlassen. Dort saß er nach einer Feldbefreiung der Gruppe Gendreck-weg 2008 im fränkischen Kitzingen ein, nachdem er sich weigerte, die festgesetzte Geldstrafe für seine Tat zu zahlen oder seine Zahlungsunfähigkeit nachzuweisen. „Im Gefängnis werden systematisch Leben von Menschen zerstört. Zum Freiheitsentzug kommen quälende Langeweile, die Willkür der Beamten, faktische Rechtslosigkeit der Gefangenen, Desinformation und ein ständiger Mangel an geschützter Privatsphäre.“ Schon das sei für die meisten nur schwer aushaltbar. „Ein Mitgefangener wollte sich das Leben nehmen – er hat mir den Abschiedsbrief an seine Mutter in die Hand gedrückt“, so Müller. Wer die Zeit im Gefängnis überstehe, stünde nicht selten vor den Trümmern seines Lebens. „Ehe, Freundschaften, Job, Wohnung, Geld – immer wieder habe ich gehört, dass das nach kurzer Zeit schon weg war.“

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Feldbefreier Erasmus in Haft

Seit dem 30. August sitzt ein Feldbefreier in der JVA Plötzensee in Berlin. 2008 befreite er in einer Aktion zivilen Ungehorsams gemeinsam mit anderen ein Feld von Genmais (MON810), dessen Anbau derzeit verboten ist. Im darauf folgenden Jahr er zu einer Geldstrafe verurteilt, die er jetzt absitzt.

Weitere Infos und die Motivation des Inhaftierten finden sich unter:
www.gendreck-weg.de

Erasmus freut sich über Post unter:

    Erasmus Müller
    z.Z. JVA Plötzensee
    Friedrich-Olbricht-Damm 16
    13627 Berlin